prego Services
Vom Traditionsbetrieb zur eigenständigen B2B-Marke. Für einen der Top 5 Energiemarktdienstleister Deutschlands habe ich den kompletten Markenauftritt neu gestaltet und durch ein modulares Web-System fit für die Zukunft gemacht.

Auftraggeber
prego Services GmbH
Team
HCP Grauwild
Meine Rolle
Corporate Design, Website, Art Direction, Social Media
Im Rahmen von
HCP Grauwild
Jahr & Dauer
2024 · 1 Jahr
Kontext & UX-Herausforderung
Als einer der Top-5-Energiemarktdienstleister in Deutschland blickt prego auf 25 Jahre Erfahrung zurück. Mit dem Schritt in die Eigenständigkeit nach der Verselbstständigung vom Mutterkonzern stand das Unternehmen vor einer strategischen Transformation. In meiner Rolle als Art Director bei HCP Grauwild, durfte ich diesen Wandel gestalterisch und strategisch leiten. Die bisherige Identität passte nicht mehr zur neuen Rolle als unabhängiger Player am B2B-Markt. prego musste neue Kunden gewinnen und als starke Eigenmarke sichtbar werden. Dafür brauchte es einen Wandel, der außen spürbar ist und intern von den Teams verstanden und gelebt wird.

CD-Entwicklung & Crossmedia-Rollout
Das Fundament des Projekts war die Neuentwicklung des Corporate Designs. Das bestehende Logo und die Primärfarben Orange und Blau sollten als Wiedererkennungsmerkmale bleiben, wurden von mir aber komplett digital weitergedacht. Der markante Punkt am Ende des Logos wurde zum Dreh- und Angelpunkt der gesamten visuellen Sprache, dem "Energiepunkt".
Um ein lückenloses Markenerlebnis zu schaffen, wurde dieses System über alle Kanäle hinweg umgesetzt, von Social-Media-Assets über Printanzeigen und Videoschnitt bis hin zur Gestaltung des kompletten Messestands. Auf der digitalen Plattform erwacht der Punkt durch subtile Mikroanimationen zum Leben und symbolisiert die Dynamik der Branche. Eine flachere Kreisstruktur im Hintergrund führt die User intuitiv zu den vier Kernsäulen von prego, wie der Prozessberatung oder Data Analytics, und macht die komplexen B2B-Leistungen visuell greifbar.
Das modulare UI-Design-System
Die größte architektonische Herausforderung war die Website. prego bedient extrem viele Inhaltsbereiche, komplexe Leistungen und unterschiedliche Zielgruppen. Eine klassische, starre Seitenstruktur wäre hier schnell an ihre Grenzen gestoßen. Deshalb habe ich ein modulares, komponentenbasiertes Design-System entwickelt. Jedes UI-Element funktioniert als eigenständiges Modul und lässt sich flexibel kombinieren. Für das In-house-Team bedeutet das maximale Freiheit. Sie können die Website heute komplett selbstständig pflegen, mit neuen Inhalten befüllen und flexibel erweitern, ohne auf externe Entwicklungsressourcen angewiesen zu sein.


UX-Metrics & Business Impact
Dass sich der strategische UX-Ansatz gelohnt hat, belegen die Zahlen der ersten Wochen nach dem Relaunch. Vor dem Umbau betrug die durchschnittliche Verweildauer auf der Website kritische 29 Sekunden. Nach dem Relaunch schoss dieser Wert auf 2,19 Minuten hoch. Das ist ein massiver Sprung beim User Engagement, der beweist, dass die Struktur funktioniert und die Inhalte jetzt wirklich bei der Zielgruppe ankommen.

Was ich mitgenommen habe
Für mich zeigt dieses Projekt vor allem eins: Gutes Design stößt einen echten Kulturwandel an. Als verantwortlicher Art Director war es für mich ein großer Erfolg zu sehen, wie der Energiepunkt von einem reinen UI-Element auf der Website zu einem Symbol für den neuen Spirit des gesamten internen Teams wurde.




