BTalent App

Eine mobile Job-Plattform für gewerbliche Fachkräfte. In einem 11-tägigen Ironhack-Sprint haben wir im Team das gesamte UX/UI-Design für unseren Kunden Vitor Martin von der ESSEC Business School von Grund auf entwickelt.

BTalent App mit Screens zu Job-Match-Bewertung, Swipe-Prinzip und Filtereinstellungen

Auftraggeber

Vitor Martins & Marcio Costa, ESSEC Business School

Team

Lisa Lauer, Mathilde Leonardo, Sylvain Bretagnolle

Meine Rolle

UX Research, Wireframing, UI Design, Prototyping

Im Rahmen von

Ironhack UX/UI Bootcamp

Jahr & Dauer

01/2024 · 11 Tage

Das Problem & der Kontext

In Europa fehlen tausende Fachkräfte im Handwerk und Gewerbe, während gleichzeitig 93 % der HR-Verantwortlichen keine Leute finden. Bestehende Job-Plattformen sind komplett an dieser Zielgruppe vorbeigedesigned. BTalent schließt diese Lücke. Wir haben dieses Projekt als dreiköpfiges Team im Rahmen eines Ironhack Bootcamps für einen echten Kunden umgesetzt, ein Gründerteam der ESSEC Business School. Die größte Challenge dabei war die extrem kurze Zeit. Wir hatten exakt 11 Tage, um das Produkt von der ersten Recherche bis zum fertigen High-Fidelity-Prototypen fertigzustellen. Unsere gemeinsame Aufgabe war es, einen vollwertigen Bewerbungsprozess in ein super einfaches, rein mobiles Interface zu übersetzen.

Persona Etienne, Elektriker auf der Suche nach einem passenden Job, mit seinen Zielen und Hürden
Persona Etienne, Elektriker auf der Suche nach einem passenden Job, mit seinen Zielen und Hürden
Persona Etienne, Elektriker auf der Suche nach einem passenden Job, mit seinen Zielen und Hürden
Wireframes der BTalent App mit Nutzerzitaten aus dem Usability-Testing zu Profil und Jobsuche

Research & Konzept

Trotz des Zeitdrucks wollten wir nichts dem Zufall überlassen und haben mit echtem Research gestartet. Nach Interviews und einer quantitativen Umfrage mit 197 Teilnehmenden haben wir die Persona „Etienne“ entwickelt. Seine Realität: Er sucht einen verlässlichen Job für seine Familie, bricht aber jeden komplizierten Desktop-Prozess genervt ab. Im Team haben wir darauf basierend erste Low-Fidelity-Wireframes gebaut und direkt mit echten Nutzern getestet. Durch diese schnellen, iterativen Feedback-Schleifen konnten wir das Konzept in kürzester Zeit optimieren und um wichtige Features wie eine unkomplizierte Zertifizierungs-Sektion ergänzen.

UI-Design & Typografie

Visuell hatten wir viel kreativen Freiraum, um das Branding des Kunden digital zu übersetzen. Als Basis diente das bestehende Bienen-Logo des Startups, aus dem ein wiederkehrendes grafisches Muster für das gesamte Interface entwickelt wurde. Farblich wurde sich bewusst für ein eigenständiges Blau entschieden, um uns klar von Netzwerken wie LinkedIn abzugrenzen. Für eine perfekte Barrierefreiheit und Lesbarkeit auf kleinen Smartphone-Displays sorgt das Schrift-Duo aus Nunito Sans für die Headlines und Avenir für die Fließtexte.

Design-System von BTalent mit Typografie, Farbpalette und Logo mit Bienenmotiv
UI-Komponenten der BTalent App, Navigationsleisten, Slider, Formularfelder und Buttons

Die Lösung im Interface

Um die Absprungrate beim Anmelden zu minimieren, haben wir das Onboarding in zwei klar geführte Phasen aufgeteilt: Profil anlegen in 12 Schritten und die Jobsuche in 8 Schritten. Jeder Screen fokussiert sich auf exakt eine Aktion. Das hält den Prozess überschaubar, selbst wenn man gerade in der vollen U-Bahn oder auf der Baustelle sitzt. Das Herzstück ist ein Swipe-and-Match-System mit einer automatisch berechneten Match-Rate. Ein übersichtliches Dashboard bündelt alle Infos auf einen Blick, und über die Profile lassen sich direkt Dokumente austauschen oder Videocalls starten.

Finale Screens des BTalent Onboardings, von Profilerstellung über Skill-Auswahl bis zum Abschluss

Was ich mitgenommen habe

Diese 11 Tage haben mir gezeigt, wie viel man in kürzester Zeit erreichen kann, wenn ein Team perfekt harmoniert und man konsequent nutzerzentriert arbeitet. Trotz des Zeitdrucks war der Research vor dem ersten Pixel absolut überlebenswichtig, denn erst durch die Daten der Umfragen haben wir die Zielgruppe wirklich verstanden. Ein gutes Interface fällt am Ende gar nicht auf, sondern funktioniert einfach intuitiv, und genau das haben wir für das Team der ESSEC Business School abgeliefert.